Nervengift auf Mandarinen – Spritzmittel hat fatalen Effekt auf das Gehirn

Orangen und Mandarinen gehören bei uns mit zur Weihnachtszeit. Nur leider besteht die Gefahr, dass bei genau diesen, eigentlich als gesund geltenden Früchte, eine gehörige Portion Nervengiftmit von der Partie ist.
Wer spontan zu konventionellen Zitrusfrüchten im Laden greift, entscheidet sich sehr oft für etwas extrem Ungesundes. Denn der Grossteil dieser Früchte stammen aus Spanien, Portugal, Italien, der Türkei, Griechenland und Marokko, wo das Insektizid Chlorpyrifos flächendeckend eingesetzt wird.
In Deutschland und der Schweiz ist dieses Nervengift bereits verboten. Doch wer im Supermarktregal die Herkunftsländer der Südfrüchte nachliest wird feststellen, dass die meisten Zitrusfrüchte aus dem Ausland importiert werden.

Kleinste Mengen Chlorpyrifos sind hochgiftig

Amerikanische Forscher haben bereits vor Jahren nachgewiesen, dass bereits kleinste Mengen dieses Insektizid eine Gehirnentwicklungstörung bei ungeborenen Babys verursacht. Das Insektizid hatte zur Folge, dass bestimmte Bereiche der Grosshirnrinde bei dem Ungeborenen schrumpft und dadurch die geistige Entwicklung der Babys immens gestört wurde. Auch ein niedriger Intelligenzquotient bei Kindern könne auf den Einfluss von Chlorpyrifos zurückgeführt werden. Des Weiteren wird dieses Nervengift mit Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern in Zusammenhang gebracht.

Weltweite Verbreitung

Obwohl die Vorschriften verschärft wurden, war im Jahr 2017 jede dritte in Stichproben untersuchte Grapefruit oder Orange und jede vierte Mandarine mit Rückständen genau dieses Insektizid verseucht. Chlorpyrifos ist eins der meist genutzten Teil Insektizide der Welt – Ende Januar läuft die Zulassung des Mittels aus. Sie wurde nicht verlängert, weil die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit vorgefahren, besonders für Kinder, warnte.

Keine Anwendung in Bio-Betrieben erlaubt. Aber wie Bio ist Bio manchmal?

Bio zertifizierte Zitrusfrüchte werden nicht mit herkömmlichen Pestiziden wie Chlorpyrifos gespritzt. Bei allen anderen Früchten reduziert man die Gefahr, die Insektenschutzmittel mitzuessen, indem man die Früchte vorher heiss abwäscht. So gelangt der Grossteil des Spritzmittelrückstandes nicht während des schälen auf das Fruchtfleisch.

  • Die ungeschälten Früchte sollten nicht mit anderen Nahrungsmittel in Berührung kommen. Hier bitte Kekse und Zitrusfrüchte auf dem Weihnachtsteller trennen. 
  • Zitronenscheiben im Wasser, Tee oder Limonade weisen auch sehr oft Chlorpyrifos auf. 

Warnhinweis von staatlicher Seite

Im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zufolge finden sich Pestizide nicht nur auf den Schalen von Zitrusfrüchten mit Mandarinen, Orangen oder Pomelos, sondern auch im Fruchtfleisch. Es handelt sich im Fall des Insektizid Chlorpyrifos allerdings um eine geringe Spritzmittelmenge, die ins Fruchtfleisch gelangen würde.

Ein wichtiger Faktor ist die Schale: ist sie recht dünn, gelangen mehr Pestizide ins Innere der Frucht allseitigen Schalen.

Tipp für den Alltag:

  • die Frucht heiss waschen – am besten mit Spülmittel – der Schmelzpunkt von Chlorpyrifos liegt bei 42 °C. 
  • Danach die ganze Frucht mit einem Tuch sorgfältig abreiben. 
  • Nach dem Schälen der Früchte und vor dem Verzehr sollen unbedingt die Hände gewaschen werden. Sonst besteht die Möglichkeit das Gift, über die Hände – an das Fruchtfleisch zu übertragen.

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